Gen Z im Job: Wie du erfolgreich mit anderen Generationen zusammenarbeitest

Veröffentlicht am 1. Februar 2026 um 21:35

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Egal, ob du in ein Praktikum, einen Werkstudentenjob oder in deine erste "richtige" Stelle startest – am Arbeitsplatz triffst du plötzlich auf Menschen, die ganz anders ticken als du. Andere Erwartungen, andere Prioritäten, andere Kommunikationsstile. Das kann sich fast schon wie ein kleiner Kulturschock anfühlen. Wie kannst du am besten damit umgehen? Hier findest du vier Tipps:

 

1. Respektiere Unterschiede

Wahrscheinlich legst du bei der Arbeit viel Wert auf Flexibilität, Sinn und eine gute Work-Life-Balance. Ältere Kolleginnen und Kollegen dagegen schätzen oft feste Strukturen, klare Hierarchien und bewährte Abläufe. Da treffen manchmal regelrecht Gegensätze aufeinander. Wichtig ist, dass ihr euch gegenseitig respektvoll begegnet. Bleib neugierig, höre zu und versuche zu verstehen, warum andere Generationen so arbeiten, wie sie es tun. Anstatt vorschnell zu urteilen, hilft Interesse dabei, Vertrauen aufzubauen. Und genau das ist die Grundlage für gute Zusammenarbeit.

2. Bringe deine Stärken ein

Viele Stärken der Gen Z sind auf dem Arbeitsmarkt sehr gefragt. Viele junge Menschen lernen schnell Neues, sind offen für Veränderung und als Digital Natives in technischen Dingen sehr fit. Vielleicht kennst du dich sogar schon gut mit KI aus? Trau dich, deine Skills aktiv einzubringen. Wichtig ist dabei, dass du deine Ideen lösungsorientiert und mit Feingefühl formulierst. Biete Unterstützung an, statt Kritik zu üben. So wirst du als Bereicherung wahrgenommen, nicht als jemand, der alles besser weiß.

3. Kommuniziere klar

Wo unterschiedliche Kommunikationsstile aufeinandertreffen, entstehen schnell Missverständnisse. Was jedoch von allen Generationen geschätzt wird, ist Klarheit: Sag offen, was dich beschäftigt, wo du Unterstützung brauchst und wie du am besten arbeiten kannst. Viele junge Menschen sind auch unsicher, ob sie aktiv um Feedback bitten dürfen. Dabei ist konstruktive Rückmeldung für dich richtig wertvoll. Sie ist die Grundlage für deine weitere Entwicklung. Bitte gezielt um Feedback und sieh es als Lernchance, nicht als Kritik.

4. Sieh Generationenvielfalt als Bereicherung

Der Austausch mit anderen Generationen bringt dich fachlich enorm weiter. Schließlich haben die "alten Hasen" oft schon reichlich Praxiserfahrung. Lass sie spüren, dass du ihre Expertise schätzt und frag konkret danach, wenn es passt. Auch persönlich kannst du sehr von der Zusammenarbeit mit Kolleginnen und Kollegen anderer Generationen profitieren. Vorurteile werden abgebaut, das gegenseitige Verständnis wächst. Vielleicht denkt der ein oder andere Kollege zunächst, dein Wunsch nach Flexibilität bedeute geringeres Engagement. Zeig durch deine Arbeit, dass dem nicht so ist: du arbeitest nicht weniger, sondern anders. 

 

Ein persönliches Beispiel

Ich selbst bin Millennial, also Teil der Gen Y. Wir haben die Digitalisierung im Job miterlebt und aktiv vorangetrieben. So waren meinen jungen Kollegen und mir in meinen ersten Jobs die klassischen Leitz-Ordner ein Dorn im Auge. Wir schlugen vor, sie durch digitale Systeme zu ersetzen. Anfangs stießen wir dabei vor allem auf Skepsis: Digitale Lösungen galten als fehleranfällig und unausgereift. Inzwischen, einige Jahre später, sind sie in der Regel bereits Standard.

Fortschritt braucht Geduld, Dialogbereitschaft und gegenseitiges Vertrauen. Gute Zusammenarbeit heißt dabei nicht, dass alle zwingend immer einer Meinung sein müssen. Am Wichtigsten ist, sich auszutauschen und offen für andere Sichtweisen zu bleiben. Auf diese Weise können alle Generationen voneinander lernen.

 

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Deine Eva-Maria

 

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